Umorganisation

Letztens war es soweit: die totale Organisations-Apokalypse. Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals an den Punkt kommen würde, an dem mir die Informationen, welche auf mich einprasseln und die Dinge, die ich zu erledigen habe um die Ohren fliegen könnten.

Eigentlich hab mein bisheriges System für gar nicht so schlecht gehalten: Für To-do-Listen reichte Reminders von Apple und für gelegentliche digitale Notizen reichte Notes – ebenfalls von Apple. Da ich mich oft in Seminaren aufhalte und das hinschmieren von Schemata auf Papier oftmals schneller vonstatten geht, habe ich, wie es in der Forschung eigentlich auch üblich ist, ein Journal geführt, in welches ich den Großteil der Informationen eingetragen habe. Hört sich ja eigentlich nach einem klarem und einfachem Workflow an: Alles was anfällt, wandert entweder in das Notizbuch oder wird als Eintrag auf der To-do-Liste verewigt. Wie schnell man sich irren kann…

Ich erspare euch jetzt die Details, jedoch habe ich zwei Fakten völlig außer Acht gelassen:

  1. Die Vielfalt der Zugehörigkeit der Informationen ist bei mir enorm groß
  2. Alle Informationen wollen festgehalten werden

Daraus ergeben sich viele Probleme. Das Hauptproblem ist dabei vor allem, dass Informationen verloren gehen und viele Denkprozesse erneut durchgeführt werden müssen. Eine hohes Maß an Ineffizienz droht. Bei mir hat sich das in sofern manifestiert, dass vieles deutlich stressiger geworden ist, was man eigentlich vermeiden möchte.

Auf der Suche nach dem goldenen Gral…

Es musste als eine neuer Workflow her. Es folgte die Selbstanalyse des bisherigen Verfahrens zur Datenerfassung/Informationsverarbeitung und der dafür genutzten Mittel:

Probleme mit To-do-Listen hatte ich genau genommen nicht. Zwar sind die von mir genutzten Mittel simpel, aber es reicht für mich sogar aus. Solange ich Fristen den einzelnen Objekten zufügen kann und diese in Ordnern ablegen kann, reicht es sogar tatsächlich aus.

Mein Problem scheint viel mehr die Informationsablage zu sein. Viele Informationen laufen analog auf, was das Durchsuchen der Informationen und das sortieren erschwert. Notizbücher sind stetig fortlaufend. Das ist auch genau das Hauptproblem. Die Informationen werden nicht sortiert und man überblättert auch schnell eine Seite. Hier gibt es also deutlichen Nachholbedarf.

Der Vorteil von analogen Notizen ist, dass man Skizzen wesentlich schneller anfertigen kann. Ansonsten überwiegen jedoch die Nachteile. Was ich also haben will ist quasi ein digitales Notizbuch, welches seinem analogem Vorgänger also in nichts nachsteht – auch nicht in der Geschwindigkeit der Informationserfassung.

Nun ist ja oftmals so: Wenn man nicht gerade selber Lust hat sich selber eine Lösung zu basteln, muss man sich nunmal mit dem zufrieden geben, was verfügbar ist. Da ich mit Softwareprojekten schon durchaus ausgelastet bin, musste ich also in den sauren Apfel beissen. Sprich: Der Workflow muss sich leider an die Gegebenheiten der Verfügbaren Lösungen anpassen.

Möge die Suche beginnen…

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