Netflix in Deutschland

Netflix kommt nach Deutschland. Für viele Leute dürfte damit die Hoffnung auf gescheites Video-on-demand abseits deutscher Synchronisation wieder etwas gestiegen sein. Ich selber nutze zur Zeit ja Watchever. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob nicht insgeheim doch lieber etwas anderes nutzen möchte. Zwar ist das Angebot akzeptabel, aber leider immer noch nicht gut.

Zeit einmal zusammenzufassen, was Netflix hoffentlich besser machen wird, bzw. was mich zu einem Wechsel bewegen würde.

  1. Dasselbe Angebot wie in den USA
  2. Das Angebot sollte auch vorhanden sein und nicht nach X Wochen wieder verschwinden
  3. Verfügbarkeit à la Watchever (sprich auf nahezu allen Devices die ich nutze)
  4. O-Ton Verfügbarkeit des Angebotes
  5. Auch mal Serien anbieten, von denen es keine Deutsche Synchronisation gibt

Ich denke, dass wäre dann Video-on-demand, wie ich es mir vorstelle. Wobei ich mir durchaus bewusst bin, dass die Realisierung durch diverse Aspekte erschwert wird. Ich sehe das aber eher als eine Herausforderung.

Was mir beim Schreiben eigentlich ebenso auffällt, ist das Watchever eigentlich schon einiges richtig macht. Gerade die Verfügbarkeit in Punkto Devices ist schon wirklich ganz ordentlich. Selbst beim Thema O-Ton scheint es mir mittlerweile so, als ob sie nachgebessert haben. Aber dieses leidige Thema Angebot…

Ich denke Netflix hat hier die einmalige Chance dem Markt zu zeigen, wie es richtig geht. Ich hoffe das machen sie auch.

Next Generation: Warum es manchmal gut ist, Dinge nicht zu verstehen

Neulich habe ich im Fernsehen etwas über Jamies World gesehen. Es scheint, als ob die junge Dame sehr erfolgreich zu sein scheint. 6,5 Millionen „Likes“ bei Facebook, 600.000 Abonnenten bei YouTube – Hört sich ja erst einmal nach einer ganzen Menge an. Ich habe während der Sendung schon nicht verstanden worum es genau geht. Also dachte ich mir: „Schau es dir einfach mal an“. Dann wurde es interessant: Ich habe es nicht verstanden warum genau ich „Jamies World“ gut finden sollte. Ich habe es wirklich nicht verstanden. Mir hat einfach jeglicher Zugang gefehlt. Es ist für mich völlig unbegreiflich, wieso sich das über 600.000 Menschen anschauen.

Und gerade jetzt, an dem Punkt an dem ihr glaubt jetzt geht das große Gemecker über Jugendliche und ihre komischen Angewohnheiten losgeht muss ich euch enttäuschen. Nein, ganz im Gegenteil. Ich finde es total toll, dass ich nicht verstehe was „deren“ Ding ist. Ich kann es nicht nachvollziehen. Es ist überhaupt nicht meine Welt. Eine Ebene zu der mir – wie bereits gesagt – einfach der Zugang fehlt. Wieso finde ich das toll? Naja, es ist halt so eine Generationsding. Ich bin ja selber noch recht jung, daher finde ich es umso erstaunlicher, dass dieses ganze YouTube Channel Zeugs völlig an mir vorbeigeht. Und die noch Jüngeren? Die ziehen gnadenlos ihr Ding durch. Während ich Podcasts produziere und an Podlove mitarbeite, dreht diese neue Generation ein Video nach dem anderen und hat damit richtig Erfolg – unter gleichalterigen, aber auch darüber hinaus. Der Erfolg ist hier weniger das tolle, es geht um das Prinzip. Unser Ding scheint dort völlig unterzugehen. Quasi nach dem Motto: „Podcasts? Wie uncool.

Was ist also das Gute daran? Ich erinnere mich dabei einfach sehr gerne, wie ich oftmals die Norm sehe: Gefällt mir nicht, also mach ich mein eigenes Ding. Quasi dasselbe in grün. Letztendlich sind dann Phänomene, die man nicht versteht die logische Konsequenz aus der Bildung einer neuen Generation. Konservativ zu sein heist leider auch sehr oft Chancen zu verpassen und gerade das kann bei einem sich so schnell weiterentwickelndem Medium wie dem Internet auch sehr negativ auswerten. Wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist es manchmal gut, wenn man Dinge nicht versteht bzw. nicht versteht wieso Generationen durchaus andere Prioritäten setzen. Platz für neue Ideen und seine eigenen Präferenzen bei Seite schieben – so kommt man oftmals viel schneller voran.

Fack ju Göhte

Ich war mal wieder im Kino. Diesmal ging es in den Film Fack ju Göhte. Der Film an sich wirbt ja damit von den Machern von „Türkisch für Anfänger“ zu sein – ein Film den ich ehrlich gesagt noch nicht gesehen habe. Aber da ich eh ins Kino wollte und Karoline Herfurth für eine durchaus fähige Schauspielerin halte, hab ich dem Film einfach mal eine Chance gegeben.

Die Story ist charmant, aber nicht sonderlich tiefsinnig: Ehemaliger Knacki wird aus diversen Gründen Lehrer. Mit seinen durchaus neuen und aus Sicht seiner Kollegen fragwürdigen Lehrmethoden ist er der einzige, der die „Versagerklasse“ der Schule auf den richtigen Kurs bringt. Nebenbei wird noch eine Liebesgeschichte eingefädelt, welche sich an der klassischem „Erst will ich nichts mit dir zu tun haben, dann verfalle ich deinem Charm“-Vorlage orientiert.

Hört sich ja jetzt erst einmal nicht sonderlich toll an – war es aber trotzdem. Auch wenn die Story jetzt nicht sonderlich anspruchsvoll ist, hat der Film seine Stärken. Zum einen möchte der Film lustig sein und ist es dann auch wirklich – es gibt nichts schlimmeres als Filme die versuchen witzig zu sein und es nicht sind – zum anderen spiegelt der Film (wenn auch teilweise sehr überspitzt) einen Teil der Realität wieder. Wer regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, Wenn man also etwas zum nachdenken haben will, ist man hier auch nicht unbedingt falsch aufgehoben.

Das war jetzt zwar alles sehr knapp beschrieben, allerdings kann ich den Film klar weiterempfehlen.

Instacast für den Mac – Erste Eindrücke

Ich bin ja einer dieser Syncronisations-Fetischisten. Ich bevorzuge es grundsätzlich, wenn ich auf allen Devices auf mindestens die wichtigsten Dinge zugreifen kann. Das mag zum Einen für simple Dinge wie Kontakte, oder Kalender gelten, zum Andern möchte ich unterwegs arbeiten können und ohne große Umwege diese Arbeit zu Hause fortsetzen können. Eigentlich hört sich das ganz stark nach Notebook an, allerdings muss man sich mein Nutzerverhalten so vorstellen: Sobald ich zu hause bin, liegt mein Telefon auf der Kommode im Flur. Auf der Couch wird nur ein Tablet verwendet und auch nur in Ausnahmefällen ein Notebook. Richtige Arbeiten werden grundsätzlich an einem Stand-PC erledigt. Auf die Gründe gehe ich nicht weiter ein. Ich mag es einfach so.

Jedenfalls gab es bisher immer eine Geschichte, welche mich immer geärgert hat: Podcasts. Ich konsumiere Podcasts mittlerweile überall. In der Bahn, vor meinem Rechner, in der Küche etc.. Bisher musste ich zu meinem Rechner immer irgendein anderes Device mitschleppen. Schließlich soll ja alles schön syncron sein und ich will nicht immer erst die Stelle suchen, bei welcher ich aufgehört habe. Wenn mal wirklich keine Lust hatte, habe ich immer Podgrasp verwendet. Aber wirklich zufrieden war ich damit auch nicht. Die einzige Lösung wäre iTunes mit der Podcast-App von Apple gewesen. Ich kommentiere das Ganze nur mit einem breiten Grinsen — die meisten Leser sollten wissen, was ich damit meine.

In den letzten Tagen ergab es sich, dass die öffentliche Betaphase von Instacast (Mac) gestartet wurde. Nach recht kurzer Zeit mit Instacast 2 , bin ich ja eigentlich auf Downcast gewechselt (ich berichtete davon). Eines vorweg: Ich bin jetzt wieder Instacast-Kunde.

Nachdem die Beta also zugänglich war, habe ich mir das Ganze natürlich angeschaut. Öffnet man das Programm findet man das fast klassische 3-spaltige Layout vor. Mit den Bedienelementen im Kopfbereich wirkt es in etwa wie eine Kreuzung aus Apple Mail und iTunes. Es wirkt alles sehr aufgeräumt und übersichtlich. Grundsätzlich sind alle wichtigen Bedienelemente vorhanden. Hervorzuheben ist hier, dass man den Soundausgang unabhängig vom System wählen kann. Ansonsten ist ein schneller Zugriff auf die Kapitel möglich. Zusätzlich lassen sich auch noch Playlists erstellen, welche ich allerdings nicht nutze. Ebenso lassen sich Inhalte an andere Programme weiterleiten (Safari-Leseliste etc.) und teilen (u.a. auch App.net, was in der iOS Variante leider noch nicht möglich ist). Was ich hier etwas eigenartig fand, war das die Optionen schon alle eingestellt waren, obwohl keine Accounts hinterlegt waren. Das macht nur mehr oder weniger Sinn. Die Syncronisierungs-Funktionen machen alle einen recht soliden Eindruck. Ich nutze die Software auf zwei Devices und meinem Rechner. Bisher ergaben sich keine Probleme.

Was mir noch fehlt, ist eine Funktion, welche noch X Minuten den Podcast abspielt und danach den Mac schlafen legt. Etwas vergleichbares ist in der iOS Variante bereits vorhanden. Ansonsten verhält sich die Software ähnlich zur iOS Variante. Daher verzichte ich darauf alles zu bebildern und ausführlich zu beschreiben.

Die Software ist aktuell (zeitlich limitiert) kostenlos, kann aber schon für knapp 15€ gekauft werden. Es ist also abzusehen, dass sie irgendwann kostenpflichtig werden wird. Zusammen mit den aktuell 4,50€ für iOS Varianten kann man mit knapp 20€ ein volles Podcast-Client-Paket erwerben. Da ich die Multiplatform-Verfügbarkeit von Software sehr bejahe, habe ich mir das Paket auch gekauft und gebe dem Ganzen eine weitere Chance. Ich hoffe, dass die Software regelmäßige Updates erfährt und nicht wie Instacast 2 irgendwann einfach gestrichen wird. Der aktuelle Update-Zyklus lässt allerdings gutes verhoffen. Wer also ein ähnliches Problem hat wie ich, bzw. einen guten Podcast-Client für den Mac braucht, kann hier getrost zugreifen. Obwohl die Software bisher nur in einer Beta-Version verfügbar ist, stellt Instacast für mich nicht nur den besten OS X Client dar, sondern zusammen mit den iOS Varianten, aktuell DAS Paket in Punkto Podcast-Clients dar.

Watchever – Kurzreview

Im folgenden ein kurzer Artikel zum Thema „Watchever – Ja oder nein?“. Kurz zum Dienst selber: Es ist ein Video-on-Demand Portal, welches insbesondere dadurch von sich reden machte, dass der Dienst auf das sonst recht verschlossene Apple TV portiert wurde. Den Dienst gibt es noch nicht sonderlich lange, ich bin dann letztendlich auch aufgrund der Apple TV-Portierung darauf aufmerksam gemacht worden.

Wieso nutze ich ausgerechnet diesen Dienst?

Das lässt sich eigentlich relativ simpel beantworten: Ich gucke relativ wenig Fernsehen, möchte aber trotzdem ab und zu diverse Serien oder Filme konsumieren. Ob die Inhalte aktuell sind, oder nicht ist mir eigentlich erst einmal egal. Daraus ergab sich die Idee, ob nicht ein Video-on-Demand Portal genau das richtige sein könnte. Was damals für Watchever gesprochen hat, die Verfügbarkeit auf verschiedenen Plattformen, der im Vergleich zu anderen Anbietern günstige Preis und vor allem die Möglichkeit das Ganze unverbindlich 30 Tage lang zu testen. Abschließend ist der Dienst monatlich kündbar und man ist somit in keinem Abo „gefangen“.