MMXV – 2015

Es folgt die jährliche (etwas verspätete) Abrechnung. Das gute daran: Ich war mit 2015 wesentlich zufriedener als mit 2014. Es ist natürlich nicht alles richtig gelaufen wie ich mir es gewünscht, aber das ist ja eigentlich immer so. 2015 hatte viele Hochs und Tiefs, wobei ich sagen würde, dass die Hochs überwogen haben. In den letzten Jahren habe ich ja das Jahr chronologisch aufbereitet. In diesem Jahr möchte ich eigentlich nur zwei Punkte ansprechen, welche ich für erwähnenswert halte.

Podlove & WordPress

2015 war allerdings auch das Jahr in dem ich feststellen musste das man manchmal auch Pausen braucht. Leider hat es eigentlich alles erwischt, was mit WordPress zu tun hat. Darunter gelitten hat vor allem meine Beteiligung am Podlove Projekt. Bei unserem halbjährlichem Podcaster Workshop sowie auf der WordCamp Cologne (bei dem ich den Publisher vorgestellt habe) ist mir leider klar geworden, dass ich inhaltlich nichts beizutragen habe, was dem Projekt auf irgendeine Art und Weise weiterhelfen würde. Die Konsequenz daraus war für mich, mir eine Auszeit zu gönnen.

Die neue Zeit habe ich zunächst dafür genutzt mich auf andere Projekte rund um WordPress zu stürzen. Die vermutlich erfolgreichste Auskopplung war das e.nigma 2015 theme.

Das e.nigma Blog

Ein wenig gelitten hat dabei auch dieses Blog. Der letzte Eintrag ist schon eine Weile her, aber ich habe einige Ideen für neue Beiträge, die in den nächsten Wochen auch erscheinen sollen.

 

Dropbox: Zahlen, oder nicht zahlen, das ist hier die Frage

Seit vielen Jahren nutze ich den recht bekannten Dienst Dropbox. In der Zeit meines Studiums war es mir wichtig alle meine Dateien halbwegs sicher und dabei auch mehreren Rechner synchron zu wissen. Gleichzeitig sollten auch mehrere Nutzer an den jeweiligen Dateien arbeiten können. Etwas synchron zu halten ist unter diesen Bedingungen eine nicht ganz so triviale Sache: Der eigentliche Ablauf muss halbwegs automatisiert und flott von der Hand gehen. Das weitaus komplizierte Problem ist allerdings das Verhalten, wenn mal etwas schiefläuft: Konfliktmanagement. Das ist auch genau der Punkt an dem die Anforderung an die Sicherheit eine Rolle spielt. Wenn Konfliktmanagement schief läuft, kann eine Menge kaputtgehen (was dann auch manchmal kein Backup mehr reparieren kann). Es ist daher gerade bei Projekten in denen häufig mehrere Nutzer arbeiten von höchster Priorität.

Nun ist Dropbox einer der Cloud-Dienste welche gerade beim Konfliktmanagement (damals war die Auswahl noch nicht ganz so groß) richtig punkten konnten. Die Wahl war also schnell getroffen. Was Dropbox damals hingegen nicht konnte, war eine attraktive Preisgestaltung. Somit bin ich bei einem kostenlosen Account geblieben. Gerade als mir der Platz dann doch etwas zu knapp wurde, hatte Dropbox die (für mich) optimale Lösung parat: Das Dropbox Space race. Was eigentlich eine ziemlich clevere Werbemaßnahme seitens Dropbox war um den Markt im Bildungssegment weiter zu erobern war meine Freikarte für genug Speicher in den nächsten 2 Jahren – und zwar kostenlos.

Leider sind diese zwei Jahre bald um und ich stehe nun vor der Wahl, ob ich monatlich für meinen Account zahlen soll oder nicht. Im Gegensatz zu damals™ ist die Preisleistung deutlich besser geworden. Für 1Tb Cloudspeicher ruft Dropbox monatlich 10€ auf. Meiner Meinung nach ein durchaus faires Angebot. Wäre da nicht ein Problem: Ich brauche keine 1000Gb Speicher.1 Was ich eigentlich bräuchte wär eine Angebot, wie das, was Apple für seine iCloud aufruft. 20Gb für 1€. Shut up and take my money. Das Problem wird leider sein, dass Dropbox genau weiß, dass kaum jemand die 1Tb tatsächlich voll macht. Der Großteil der Kunden wird mit weniger als der Hälfte auskommen. Das dürfte sich durchaus rechnen. Mir jedenfalls sind dann 10€ einfach zu viel.

Nun ja, man kann es ja bekanntermaßen nicht ändern. Von Dropbox zu einem anderen Anbieter zu wechseln macht für mich keinen Sinn. Ich arbeite mit zu vielen Leuten, die auf zu vielen Unterschiedlichen Plattformen unterwegs sind und sich für mich nicht extra irgendwo anders Anmelden (und zahlen) würden. Die Lösung muss also anders ausschauen. Ich habe bei Dropbox durch diverse Aktionen ein Kontingent von knapp 9Gb. Das reicht für mich eigentlich aus – Oder sagen wir es so: Es reicht für alle Projekte aus, die von mehreren Leuten bedient werden. Der Rest sprengt dann leider doch das Limit.

Es gibt ja neben Cloud-Diensten auch noch die Möglichkeit selber zu hosten. Und mit selber hosten meine ich nicht auf dem eigenen Server, sondern direkt zu Hause. Was man an dieser Stelle noch wissen muss: Ich brauche die Daten zwar relativ schnell synchron, aber die eigentlich Dateigrößen der zu synchronisierenden Dateien ist meistens relativ klein. Ein Hosting auf einem NAS bietet sich somit durchaus an. Die Privatsphäre freut sich zudem auch noch ;-)

Die Lösung war nun also recht naheliegend: Finde eine automatisierte Software, die a) das zuverlässig tut was sie soll und b) das auch noch in gut. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe mich (vorerst) für Bittorrent Sync entschieden. Meine Strategie sieht nun wie folgt aus: Alles was mit mehreren Leuten bearbeitet wird und wo ein vernünftiges Konfliktmanagement von Nöten ist, das wird in der Dropbox abgelegt. Der Rest wird per Bittorrent Sync abgeglichen. Das erscheint mir vorerst als die preiswerteste Lösung. Was es jetzt noch zu testen gilt, ob das Setup vernünftig arbeitet. Bisher jedoch scheint alles glatt zu gehen. Hoffen wir das es auch so bleibt.


  1. Selbst wenn ich sie brauchen könnte: Ohne ausreichend große Bandbreite sind sie große Speichermengen kaum sinnvoll zu nutzen. So wie es aussieht werde ich auch noch eine Weile auf eine Bandbreite, die dem Jahr 2015 entspricht warten müssen. 

MMXIV – 2014

Letztes Jahr habe ich ja schon einen Jahresrückblick gemacht. Es ist also Zeit das Jahr 2014 einmal runterzubrechen, was mir irgendwie sehr schwer fällt. Das liegt zum einen daran, dass dieses Jahr einfach so unglaublich voll war, dass ich überhaupt nicht weiss, was nun erwähnenswert war und was nicht. Zum anderen bin ich mit 2014 irgendwie nicht zufrieden gewesen, obwohl es eigentlich objektiv betrachtet gut lief. Ich habe viele Dinge nicht erledigen können und vieles nicht umzusetzen geschafft. Um ehrlich zu sein, frustriert mich das durchaus und gibt 2014 irgendwie einen bitteren Beigeschmack.

Beweg dich, du Laufn00b!

Es ist ja irgendwie schon eigenartig. Der Technische Fortschritt schreitet immer weiter voran. Alles wird kleiner, schneller, umweltfreundlich. Nur die Menschen. Die werden immer fetter.

Gleichzeitig ist das aber eigentlich auch kein Wunder. Ein Klick und schon kommt die Pizza direkt nach Haus (mit GPS-Tracking versteht sich…) oder das Paket in die Packstation. Das Mammut (oder für die weniger Fleischverrückten die Beere), dass (welche) man früher erlegen (sammeln) musste, legt man heute lieber in den Einkaufswagen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wie kann man dem entgegen wirken. Angeblich ist es total einfach: mehr Bewegung. Wäre da nur nicht die Sache mit der Motivation…