Facebook kauft Whatsapp

Das größte soziale Netzwerk schluckt den beliebtesten Instant Messenger: 16 Milliarden US-Dollar legt Marc Zuckerberg für die
populäre kleine App hin, die zuletzt immer häufiger als gefährlichster Konkurrent für Facebook gehandelt wurde.

Womit das auch geklärt wäre…

Next Generation: Warum es manchmal gut ist, Dinge nicht zu verstehen

Neulich habe ich im Fernsehen etwas über Jamies World gesehen. Es scheint, als ob die junge Dame sehr erfolgreich zu sein scheint. 6,5 Millionen „Likes“ bei Facebook, 600.000 Abonnenten bei YouTube – Hört sich ja erst einmal nach einer ganzen Menge an. Ich habe während der Sendung schon nicht verstanden worum es genau geht. Also dachte ich mir: „Schau es dir einfach mal an“. Dann wurde es interessant: Ich habe es nicht verstanden warum genau ich „Jamies World“ gut finden sollte. Ich habe es wirklich nicht verstanden. Mir hat einfach jeglicher Zugang gefehlt. Es ist für mich völlig unbegreiflich, wieso sich das über 600.000 Menschen anschauen.

Und gerade jetzt, an dem Punkt an dem ihr glaubt jetzt geht das große Gemecker über Jugendliche und ihre komischen Angewohnheiten losgeht muss ich euch enttäuschen. Nein, ganz im Gegenteil. Ich finde es total toll, dass ich nicht verstehe was „deren“ Ding ist. Ich kann es nicht nachvollziehen. Es ist überhaupt nicht meine Welt. Eine Ebene zu der mir – wie bereits gesagt – einfach der Zugang fehlt. Wieso finde ich das toll? Naja, es ist halt so eine Generationsding. Ich bin ja selber noch recht jung, daher finde ich es umso erstaunlicher, dass dieses ganze YouTube Channel Zeugs völlig an mir vorbeigeht. Und die noch Jüngeren? Die ziehen gnadenlos ihr Ding durch. Während ich Podcasts produziere und an Podlove mitarbeite, dreht diese neue Generation ein Video nach dem anderen und hat damit richtig Erfolg – unter gleichalterigen, aber auch darüber hinaus. Der Erfolg ist hier weniger das tolle, es geht um das Prinzip. Unser Ding scheint dort völlig unterzugehen. Quasi nach dem Motto: „Podcasts? Wie uncool.

Was ist also das Gute daran? Ich erinnere mich dabei einfach sehr gerne, wie ich oftmals die Norm sehe: Gefällt mir nicht, also mach ich mein eigenes Ding. Quasi dasselbe in grün. Letztendlich sind dann Phänomene, die man nicht versteht die logische Konsequenz aus der Bildung einer neuen Generation. Konservativ zu sein heist leider auch sehr oft Chancen zu verpassen und gerade das kann bei einem sich so schnell weiterentwickelndem Medium wie dem Internet auch sehr negativ auswerten. Wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist es manchmal gut, wenn man Dinge nicht versteht bzw. nicht versteht wieso Generationen durchaus andere Prioritäten setzen. Platz für neue Ideen und seine eigenen Präferenzen bei Seite schieben – so kommt man oftmals viel schneller voran.