Any.do

Ich hatte ja letztens darüber berichtet, dass ich meine Aufgaben- und Notizverwaltung umgestellt habe. Damals hatte ich mich für Evernote entschieden. Nun die gute Nachricht ist, dass ich Evernote immer noch benutze. Die schlechte Nachricht ist, dass ich immer noch nicht ganz so zufrieden bin.

Heute ist mir ein recht nicht mehr ganz so junger Dienst über den Weg gelaufen: Any.do. Auf den ersten Blick sah dieser eigentlich ganz ansprechend aus. Werfen wir einen kurzen Blick auf den Dienst.

Nun ist es ja so, dass mir bei Evernote das Thema mit den Erinnerungen noch nicht ganz gelungen erscheint. Im Gegensatz zu Evernote setzt any.do erst einmal auf eine andere Ansicht: Man bekommt eine Übersicht über verschiedene Ordner, in welchen die jeweiligen Aufgaben nach Kategorie oder Fälligkeitsdatum sortiert sind. Den Aufgaben können dort Unteraufgaben, Anhänge und Notizen zugefügt werden. Hört sich erst einmal ziemlich genau nach dem an, was mir bei Evernote gefehlt hat.

Leider hat der Dienst aber auch einige Mängel. Grundsätzlich macht any.do vieles richtig. Aufgaben sind manchmal etwas umfangreicher und lassen sich nicht mit einem Satz beschreiben. Dafür gibt es Unteraufgaben, Notizen ggf. auch Anhänge. Was bspw. fehlt ist eine Möglichkeit den Text der Notizen weiter anzupassen (fetter Text, unterstreichen etc.). Bei den Attachments wäre eine Vorschau für mehrere Dateitypen (insbesondere PDF) wünschenswert.

Any.do hat auf jeder für mich relevanten Platform eine App zur verfügung. Was leider einen etwas bitteren Beigeschmack hinterlässt ist die App für den Mac. Eigentlich ist es nichts anderes als ein Wrapper für die Homepage. Ganz ehrlich? Dann kann man es auch sein lassen…

Das Fazit fällt also gemischt aus. Any.do hat viele Funktionen, die auf den ersten Blick sehr nützlich erscheinen. Leider fehlt noch Feinschliff (u.a. ein richtiger Desktop Client), welcher mich von Evernote wegreissen könnte.

Umorganisation

Letztens war es soweit: die totale Organisations-Apokalypse. Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals an den Punkt kommen würde, an dem mir die Informationen, welche auf mich einprasseln und die Dinge, die ich zu erledigen habe um die Ohren fliegen könnten.

Eigentlich hab mein bisheriges System für gar nicht so schlecht gehalten: Für To-do-Listen reichte Reminders von Apple und für gelegentliche digitale Notizen reichte Notes – ebenfalls von Apple. Da ich mich oft in Seminaren aufhalte und das hinschmieren von Schemata auf Papier oftmals schneller vonstatten geht, habe ich, wie es in der Forschung eigentlich auch üblich ist, ein Journal geführt, in welches ich den Großteil der Informationen eingetragen habe. Hört sich ja eigentlich nach einem klarem und einfachem Workflow an: Alles was anfällt, wandert entweder in das Notizbuch oder wird als Eintrag auf der To-do-Liste verewigt. Wie schnell man sich irren kann…