S/MIME für Apple Mail (Mac OS X und iOS)

Der 31c3 hat es mal wieder gezeigt. Die Menschen sind auf sich allein gestellt, wenn sie nicht wollen, dass jemand mitliest. Es gibt viele Dinge, die man im Netz verschlüsseln sollte. Eine besonders brisante Sache sind meiner Meinung nach aber E-mails und Kommunikation im Allgemeinen. Was für technikaffine Menschen schon seit Jahren Standard geworden ist, ist bei den weniger technisch versierten Menschen leider oftmals immer noch nicht vorhanden: Ende-zu-Ende Verschlüsselung des E-mail Verkehrs.

Grundsätzlich gibt es unter Mac OS X zwei bekannte Methoden seine Mails zu verschlüsseln: S/MIME und OpenPGP/GPG. Beide haben leider den Ruf nicht sonderlich benutzerfreundlich zu sein — was so nicht ganz korrekt ist. Was OpenPGP/GPG angeht, stehen unter Mac OS X bspw. die (meiner Meinung nach) recht benutzerfreundlichen GPGTools zu verfügung. Leider haben diese Tools jedoch zwei signifikante Nachteile: Sie sind zum einen nicht selbsterklärend und zum anderen gerade bei Unternehmen (leider) immer noch nicht weit verbreitet (was jedoch eher ein allgemeines Problem ist). Ein weiteres Problem, was man dann tatsächlich nicht so schnell lösen kann, ist, dass GPG unter iOS (Mail) nicht zur Verfügung steht. Es gibt zwar Programme, welche den entsprechenden Support bieten, allerdings sind dies immer eigenständige Programme und man kann somit Mail nicht nutzen. Für Mail gibt es lediglich S/MIME. Da sich das so schnell nicht ändern lassen wird und dennoch verschlüsselt kommuniziert werden soll, muss also S/MIME her.

GPGTools and Mail Update 1.0

This is just a quick one. For those of you who installed the Mail Update 1.0, which has been currently released for Mavericks, you will find that the GPGTools for Mail are deactivated. I heard about some people switching into panic mode and neglected the update. However, this has nothing to do with incompatibility. Just reinstall the tools again and everything should be running fine.

Instacast für den Mac – Erste Eindrücke

Ich bin ja einer dieser Syncronisations-Fetischisten. Ich bevorzuge es grundsätzlich, wenn ich auf allen Devices auf mindestens die wichtigsten Dinge zugreifen kann. Das mag zum Einen für simple Dinge wie Kontakte, oder Kalender gelten, zum Andern möchte ich unterwegs arbeiten können und ohne große Umwege diese Arbeit zu Hause fortsetzen können. Eigentlich hört sich das ganz stark nach Notebook an, allerdings muss man sich mein Nutzerverhalten so vorstellen: Sobald ich zu hause bin, liegt mein Telefon auf der Kommode im Flur. Auf der Couch wird nur ein Tablet verwendet und auch nur in Ausnahmefällen ein Notebook. Richtige Arbeiten werden grundsätzlich an einem Stand-PC erledigt. Auf die Gründe gehe ich nicht weiter ein. Ich mag es einfach so.

Jedenfalls gab es bisher immer eine Geschichte, welche mich immer geärgert hat: Podcasts. Ich konsumiere Podcasts mittlerweile überall. In der Bahn, vor meinem Rechner, in der Küche etc.. Bisher musste ich zu meinem Rechner immer irgendein anderes Device mitschleppen. Schließlich soll ja alles schön syncron sein und ich will nicht immer erst die Stelle suchen, bei welcher ich aufgehört habe. Wenn mal wirklich keine Lust hatte, habe ich immer Podgrasp verwendet. Aber wirklich zufrieden war ich damit auch nicht. Die einzige Lösung wäre iTunes mit der Podcast-App von Apple gewesen. Ich kommentiere das Ganze nur mit einem breiten Grinsen — die meisten Leser sollten wissen, was ich damit meine.

In den letzten Tagen ergab es sich, dass die öffentliche Betaphase von Instacast (Mac) gestartet wurde. Nach recht kurzer Zeit mit Instacast 2 , bin ich ja eigentlich auf Downcast gewechselt (ich berichtete davon). Eines vorweg: Ich bin jetzt wieder Instacast-Kunde.

Nachdem die Beta also zugänglich war, habe ich mir das Ganze natürlich angeschaut. Öffnet man das Programm findet man das fast klassische 3-spaltige Layout vor. Mit den Bedienelementen im Kopfbereich wirkt es in etwa wie eine Kreuzung aus Apple Mail und iTunes. Es wirkt alles sehr aufgeräumt und übersichtlich. Grundsätzlich sind alle wichtigen Bedienelemente vorhanden. Hervorzuheben ist hier, dass man den Soundausgang unabhängig vom System wählen kann. Ansonsten ist ein schneller Zugriff auf die Kapitel möglich. Zusätzlich lassen sich auch noch Playlists erstellen, welche ich allerdings nicht nutze. Ebenso lassen sich Inhalte an andere Programme weiterleiten (Safari-Leseliste etc.) und teilen (u.a. auch App.net, was in der iOS Variante leider noch nicht möglich ist). Was ich hier etwas eigenartig fand, war das die Optionen schon alle eingestellt waren, obwohl keine Accounts hinterlegt waren. Das macht nur mehr oder weniger Sinn. Die Syncronisierungs-Funktionen machen alle einen recht soliden Eindruck. Ich nutze die Software auf zwei Devices und meinem Rechner. Bisher ergaben sich keine Probleme.

Was mir noch fehlt, ist eine Funktion, welche noch X Minuten den Podcast abspielt und danach den Mac schlafen legt. Etwas vergleichbares ist in der iOS Variante bereits vorhanden. Ansonsten verhält sich die Software ähnlich zur iOS Variante. Daher verzichte ich darauf alles zu bebildern und ausführlich zu beschreiben.

Die Software ist aktuell (zeitlich limitiert) kostenlos, kann aber schon für knapp 15€ gekauft werden. Es ist also abzusehen, dass sie irgendwann kostenpflichtig werden wird. Zusammen mit den aktuell 4,50€ für iOS Varianten kann man mit knapp 20€ ein volles Podcast-Client-Paket erwerben. Da ich die Multiplatform-Verfügbarkeit von Software sehr bejahe, habe ich mir das Paket auch gekauft und gebe dem Ganzen eine weitere Chance. Ich hoffe, dass die Software regelmäßige Updates erfährt und nicht wie Instacast 2 irgendwann einfach gestrichen wird. Der aktuelle Update-Zyklus lässt allerdings gutes verhoffen. Wer also ein ähnliches Problem hat wie ich, bzw. einen guten Podcast-Client für den Mac braucht, kann hier getrost zugreifen. Obwohl die Software bisher nur in einer Beta-Version verfügbar ist, stellt Instacast für mich nicht nur den besten OS X Client dar, sondern zusammen mit den iOS Varianten, aktuell DAS Paket in Punkto Podcast-Clients dar.